Storytelling für Unternehmen

 

Die Geschichte für Ihre Sichtbarkeit.

Was ist Storytelling?

Zahlen, Daten, Fakten – damit kann man heutzutage keine Kunden mehr beeindrucken. Stattdessen verbreitete sich der Begriff „Storytelling“ im Marketing immer weiter. Emotionaler Kontext und inspirierende Erzählungen sind dabei nur ein kleiner Teil dieser sehr erfolgreichen Methode. Als Marketingstrategie gehört Storytelling in den Bereich des emotionalen Brandings und dient der Festigung der Markenidentität sowie natürlich letztendlich auch der Umsatzsteigerung. Der Kern: dem Kunden ein gutes Gefühl geben. Wer sich gut beim Kauf fühlt, der kommt gerne wieder. Und vor allem kauft er erneut bei Ihrem Unternehmen!

Storytelling für Unternehmen

Versetzen Sie sich einmal in die Position Ihrer Kunden. Sie sind auf der Suche nach einem Produkt oder einer Dienstleistung, welche Sie zwar, benötigen, aber denen Sie keine besondere Bedeutung beimessen – etwas ganz Alltägliches vielleicht. Möglicherweise sind Sie auch noch gar nicht von diesem Produkt überzeugt. Hier kommt das Storytelling ins Spiel. Neben den reinen Informationen über Ihr Produkt, den technischen Eigenschaften, haben Sie dabei, die Möglichkeit Ihre Kunden emotional abzuholen. Erzählen Sie eine Geschichte zu einem Produkt oder schaffen Sie Kontext, in dem es besonders hervorsticht und Kunden sind eher bereit, es zu kaufen.

Ein Beispiel:

Würden Sie lieber die Gebrauchsanweisung eines Toasters oder ein gutes Buch lesen?

Das Storytelling verbindet diese beiden zunächst gegensätzlichen Schriftstücke und schafft etwas Neues. Dabei werden alle wichtigen Informationen und Fakten in ein Narrativ eingebettet, das nicht die analytische Denkweise des Menschen anspricht, sondern eine emotionale Bindung schafft. Natürlich ist Storytelling nicht nur auf Texte beschränkt, sie finden es in allem, was Sie veröffentlichen, vor allem natürlich in Videos.

Wie gute Geschichten aufgebaut sind

Produkttexten, Dienstleistungsbeschreibungen sowie audiovisuelle Werbung werden durch gutes Storytelling weniger zu einer Auflistung von Qualitäten, sondern zu einer kreativen Geschichte. Nicht ohne Grund gilt in literarischen Texten „Show don’t tell“. Sie können Ihren Kunden sagen, dass Ihr Produkt, das beste auf dem Markt ist, sie werden es aber sehr wahrscheinlich nicht glauben. Schließlich behauptet das auch jedes andere Unternehmen. Stattdessen zeigen Sie Ihren Kunden lieber, dass Ihr Produkt wirklich hervorsticht.

In fast jeder Geschichte gibt es einen Helden, einen Konflikt und am Ende einen Sieg. Ziel der Erzählung ist es, die Weiterentwicklung dieses Helden zu zeigen. Als Unternehmen haben Sie natürlich keine Superhelden oder andere heroische Figuren – oder doch?
Sie selbst können zu Helden in Ihrer Geschichte sein! Warum haben Sie dieses Produkt kreiert? Wozu bieten Sie diese Dienstleistung an? Und warum haben Sie Ihr Unternehmen überhaupt gegründet?
Der Grundstein für gute Geschichten ist bereits da, Sie müssen Sie nur erzählen.

Die Storytelling-Methode im Marketing

Jede Geschichte beginnt zunächst mit der Einleitung, der Exposition, in der Sie die Rahmenbedingungen Ihrer Erzählung festlegen. Holen Sie Ihren Leser bereits jetzt schon emotional ab, damit er interessiert ist weiterzulesen oder zu schauen.
Zeigen Sie hier und am darauffolgenden Wendepunkt auf, welcher Konflikt besteht. Seien Sie sich dabei Ihrer Zielgruppe bewusst – das Problem der Geschichte muss das Problem des Kunden sein. Schließlich soll Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung die Lösung dafür sein.

Auf dem Höhepunkt Ihrer Geschichte zeigen Sie, wie dringend eine Lösung gefunden werden muss. Das Problem kann nicht ignoriert werden. Präsentieren Sie direkt danach im Abbau des Konflikts Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung als die herbeigesehnte Lösung. Nur Ihr Produkt kann den Leidensdruck mindern.

Der Schluss zeigt dann, wie sich das Leben des Helden, beziehungsweise des Lesers zum Besseren gewendet hat. Runden Sie die Geschichte ab, tragen Sie aber nicht zu dick auf – der Leser soll sich gut damit identifizieren können.

Wichtig zu beachten: Ihr Produkt sollte niemals im Mittelpunkt stehen, geben Sie es dem Helden an die Hand und er wird es dem Kunden vermitteln.

Die Storytelling-Methode im Kurzüberblick:

Einführung – Schaffen des emotionalen Einstiegs
Aufbau des Konflikts – Dem Kunden sein Problem zeigen
Höhepunkt – Das Problem ist deutlich sichtbar, eine Lösung muss gefunden werden
Abbau des Konflikts – Ihr Produkt als die Lösung
Schluss – Positiveres Leben durch Ihr Produkt

Konstruktion Ihres Helden – Ihre Zielgruppe

Brauchen Sie einen Superhelden, um Ihr Produkt zu verkaufen? Nein, auf keinen Fall. Es gibt einen Grund, warum Sie ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung anbieten. Fragen Sie sich nach den Gründen und Sie erhalten Ihr Kaufargument für den Kunden. Sie brauchen nicht unbedingt einen fiktiven Helden, wenn in Ihrem Unternehmen Menschen arbeiten, die mit Leidenschaft dabei sind.

Entscheiden Sie sich für eine andere Persona, dann machen Sie sich Ihre Zielgruppe bewusst. Wer interessiert sich für Ihr Produkt? Welche demografischen Eigenschaften hat diese Person? Auf dieser Basis entwickeln Sie Ihren Helden, sodass ein Maximum an Identifikation geschaffen wird. Findet Ihr Kunde Ihren Helden unsympathisch, dann wird auch die beste Geschichte ihn nicht von Ihrem Produkt überzeugen.

Ein praxisnahes Beispiel von Storytelling

Sicherlich sind Ihnen beim Lesen der Storytelling-Methode bereits viele Beispiele anderer Firmen eingefallen. Vor allem um Weihnachten herum erleben Werbeclips mit emotionalem Branding ihre Hochsaison. Unternehmen ergreifen die Chance, um sich selbst als guten Samariter oder besonders kundenfreundlich darzustellen. Natürlich können Sie Storytelling auch für das reine Branding nutzen, Sie sind aber nicht darauf beschränkt.

Eingangs hatten wir Ihnen die Frage gestellt, ob Sie lieber die Gebrauchsanweisung eines Toasters oder ein gutes Buch lesen wollen. Im Folgenden sehen Sie, dass auch beides geht.

Nehmen wir einmal an, Sie verkaufen Toaster und möchten nun einen Werbeclip erstellen, der Ihr neustes Modell vorstellt. Stellen Sie sich zunächst die Frage, wer Ihr Produkt gebrauchen kann. Viele Menschen besitzen bereits einen Toaster und sind damit sicherlich zufrieden. Schließlich ist ein Toaster ein eher alltäglicher Gebrauchsgegenstand, dem nicht viel Bedeutung beigemessen wird. Was unterscheidet Sie von der Konkurrenz? Das ist Ihr USP -Ihr Unique-Selling-Point.

Nun zum eigentlichen Werbeclip. Schaffen Sie bereits am Anfang emotionalen Kontext und zeigen Sie Ihren Helden. Jemand, mit dem sich Ihr potenzieller Kunde identifizieren kann. Sie verkaufen Toaster im ausgefallenen Retro-Design? Dann unterscheidet sich Ihr Held sehr wahrscheinlich von dem eines luxuriösen Modells mit Smart-Home-Funktion. Gemeinsam haben die Helden jedoch, dass sie in ihrem jeweiligen Alltag gezeigt werden: beim morgendlichen Frühstück.

Gehen wir als Beispiel einmal davon aus, dass Sie als einziges Unternehmen Toaster mit Timer-Funktion anbieten. Auf einem kleinen Display sehen Ihre Kunden, wie lange es noch bis zur perfekten Bräune dauert. Ihr Protagonist ist also in Eile, muss zur Arbeit oder die Kinder zur Schule bringen. Etablieren Sie Zeitdruck, lassen Sie Ihren Helden auf die Uhr sehen, zeigen Sie einen vollen Terminkalender. Schließlich der alte Toaster, der viel zu lange braucht. Ihr Held steht daneben und wartet ungeduldig, bricht den Toast-Vorgang vielleicht ab und hat kaum noch Zeit zum Essen. Oder der Toast ist schon zu lange fertig und bereits kalt.

Der nächste Morgen, wieder ist es viel zu hektisch, der Konflikt erreicht seinen Höhepunkt und alles läuft schief. Der Protagonist verschüttet den Kaffee, erscheint zu spät zu einem Meeting und kommt schlecht gelaunt nach Hause. Sie haben somit echten Leidensdruck geschaffen und den Zuschauer idealerweise dazu gebracht Empathie gegenüber dem Helden zu empfinden.

Nun bauen Sie den Konflikt ab, präsentieren die Lösung. Mit dem praktischen Timer an Ihrem Toaster-Modell kann der Protagonist genau sehen, wie viel Zeit er noch hat. Während der Toast perfekt gebräunt wird, kann er sich umziehen, den Kaffee machen und die Autoschlüssel suchen. Zeigen Sie den Helden gut gelaunt auf dem Weg zur Arbeit, dann ein erfolgreiches Meeting und einen entspannten Abend mit der Familie. Und das alles nur dank der Timer-Funktion, dank Ihres Produkts!

Dass ein Display mit einem Timer nicht unbedingt zu einer Zeitersparnis führt, ist an dieser Stelle völlig unerheblich. Wichtig ist vielmehr der Eindruck, den die Werbung auf Ihren Kunden macht. Emotionen vor Fakten.

Bleiben Sie realistisch und authentisch

Übertreiben Sie Ihr Storytelling jedoch nicht und folgen Sie unbedingt den Werten Ihres Unternehmens. Jede Geschichte, die Sie erzählen, zahlt auf Ihr Branding ein und sollte deshalb zu Ihren anderen Marketingmaßnahmen passen. Der Kunde gewinnt dabei nicht nur einen positiven Eindruck von Ihrem Produkt, sondern auch von Ihrem Unternehmen. Mit dem emotionalen Branding bleiben Sie länger im Gedächtnis. So manches Unternehmen muss beispielsweise die eigenen Produkte gar nicht im Werbeclip vorkommen lassen, um sie zu vermarkten.

Ein Beispiel dafür ist etwa Dove. Das Thema des Unternehmens in seinem Storytelling ist das Selbstbild von Frauen und die Beeinflussung durch Vorbilder und gesellschaftliche Normen. Dove thematisiert dabei auch schwierige Bereiche und hinterlässt so einen bleibenden Eindruck – nicht nur bei potenziellen Kunden. Die Zuschauer verbinden Dove von da an mit bestimmten Werten. Sieht er nun die Produkte im Supermarkt, werden diese aktiviert und sie sind eher geneigt, Dove einem anderen Hersteller vorzuziehen.

Storytelling ist also eine perfekte Lösung für emotionales Branding und nachhaltige Kundenbindung. Gerne sind wir an Ihrer Seite und erzählen Ihre Geschichte!

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